Arbeitsrecht

Die Gebiete, die das Arbeitsrecht betreffen

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  • Arbeitsentgelt
  • Arbeits-/ Gesundheitsschutz
  • Arbeitszeit
  • Betriebsrat
  • Betriebsübergang /-änderung
  • Datenschutz
  • Führungskräfte
  • Kündigung
  • Mediation
  • Überstunden
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Was versteht man unter Arbeitsschutzgesetz?
Ziel des Arbeitsschutzes im Sinne Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) ist die Verhütung von Unfällen bei der Arbeit und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie die menschengerechte Gestaltung der Arbeit.

Welches Gesetz steht an oberster Stelle beim Arbeitsschutz?
ArbSchG – Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit.

Was ist das Ziel des Arbeitsschutzgesetzes?
Zweck des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) ist es, den Arbeits- und Gesundheitsschutz für Arbeitnehmer nachhaltig, umfassend und in allen Tätigkeitsbereichen zu regeln und zu gewährleisten. …
Primär richtet sich das Arbeitsschutzgesetz an den für den Arbeitsschutz verantwortlichen Arbeitgeber.

Was beinhaltet der Arbeitsschutz laut Arbeitsschutzgesetz?
Der Arbeitsschutz umfasst laut Definition sämtliche Maßnahmen, die Beschäftigte vor arbeitsbedingten Unfällen, Krankheiten und anderen negativen Beeinträchtigungen schützensollen. Zu dieser ist jeder Arbeitgeber laut § 5 des Arbeitsschutzgesetzes verpflichtet.

Was regelt das Arbeitsschutzgesetz?
Das Arbeitsschutzgesetz regelt die Vermeidung und Beseitigung von Gefahren am Arbeitsplatz. Der Arbeitgeber prüft Gefahren und unternimmt Sicherheitsmaßnahmen. Er dokumentiert alle Zustände und Maßnahmen sowie Unfälle. Er ist für die Unterweisung aller Mitarbeiter verantwortlich.

Wer regelt Arbeitsschutz?
Der Arbeitgeber hat für die Beschäftigten die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie für eine wirksame Erste Hilfe zu treffen.

Wo sind Aufgaben und Pflichten der Beschäftigten im Arbeitsschutz geregelt?
Im Arbeitsschutzgesetz sind die Pflichten des Arbeitgebers klar geregelt. Nach deutschem Recht ist jeder Unternehmer für den Arbeitsschutz in seinem Betrieb verantwortlich.

Was passiert, wenn Arbeitsschutz nicht eingehalten wird?
Halten sich Arbeitnehmer nicht an ihre Pflichten, sollte der Arbeitgeber die Verstöße dokumentieren. Als letzte Konsequenz kann in einigen Fällen eine Kündigung notwendig werden. Bei einem Verstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz drohen teils hohe Geldbußen bis hin zu Freiheitsstrafen.

Wie lange darf man an einem Stück arbeiten?
Das ist die Grundregel: Die werktägliche Höchstarbeitszeit beträgt 8 Stunden. Zu den Werktagen gehört laut Gesetz auch der Samstag. Daher liegt die wöchentliche Höchstarbeitszeit bei 6 x 8 Stunden = 48 Stunden.

Welche Arten von Arbeitsschutz gibt es?
Es gibt unterschiedliche Aspekte bzw. Arten des Arbeitsschutzes. Dazu zählen der allgemeine Arbeitsschutz, der soziale Arbeitsschutz, der technische Arbeitsschutz und der medizinische Arbeitsschutz.

Was sind Arbeitsschutzmaßnahmen?

Arbeitsschutzmaßnahmen dienen der präventiven Gestaltung von Sicherheit und Gesundheitsschutz in der betrieblichen Praxis. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen hat der Unternehmer.

Was versteht man unter technischen Arbeitsschutz?
Schutz vor arbeitsbedingten Gefährdungen
Der technische Arbeitsschutz umfasst alle Schutzvorschriften zur Sicherung und Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes von Beschäftigten bei technischen Tätigkeiten.

Was versteht man unter dem sozialen Arbeitsschutz?
Der soziale Arbeitsschutz umfasst alle Bereiche, die die Sicherheit von besonders schutzbedürftigen Beschäftigten bei der Arbeit berühren. Der soziale Arbeitsschutz dient dem Schutz von besonders schutzbedürftigen Arbeitnehmergruppen, wie beispielsweise Jugendlichen, werdenden Müttern, Schwerbehinderten.

Was ist Betrieblicher Arbeitsschutz?
Betrieblicher Arbeitsschutz umfasst alle Maßnahmen, die zur Wahrung der Gesundheit aller Beschäftigten eines Unternehmens getroffen werden. Die Arbeitssicherheit ist eher ein Zustand, der beispielsweise durch Schutzmaßnahmen des Arbeitsschutzes erreicht werden soll.

Was fällt unter den betrieblichen Arbeits und Gesundheitsschutz?
Betriebliche Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz können zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Sinnvoll eingesetzt, führen Präventionsmaßnahmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz zur Verhütung von Unfällen, zur Senkung von Fehlzeiten und zur Verbesserung des Gesundheitszustandes.

Wer überprüft den Arbeitsschutz?
Antwort: Durchführung und Überwachung des staatlichen Arbeitsschutzes ist Aufgabe der Bundesländer, zuständig sind je nach Bundesland die Gewerbeaufsichtsämter, Ämter für Arbeitsschutz oder die Bezirksregierungen (in Schlewig-Holstein sogar die dortige Landesunfallkasse)

Wer ist zuständig für die Gefährdungsbeurteilung?
Die Gefährdungsbeurteilung kann vom Arbeitgeber selbst oder von zuverlässigen und fachkundigen Personen, die gesondert damit beauftragt werden, durchgeführt werden. … Die rechtliche Verantwortung für die Beurteilung bleibt aber in jedem Fall beim Arbeitgeber. Er ist verpflichtet, die Durchführung zu kontrollieren.

Warum ist der Arbeitsschutz so wichtig?
Sie sind immer darauf ausgerichtet, Beschäftigte vor Arbeitsunfällen zu schützen und mögliche Folgen zu verringern. Zudem soll vermieden werden, dass Mitarbeiter akut oder chronisch krank werden. Letztlich trägt alles zum Arbeitsschutz bei, was eine menschengerechte Arbeit fördert.

Welches Sozialgesetzbuch ist eine wichtige Rechtsgrundlage für den Arbeitsschutz?
Die gesetzlichen Grundlagen für die Unfallversicherungsträger sind seit 1997 im Siebten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) geregelt – davor in der Reichsversicherungsordnung (RVO). Weitere wichtige Gesetze und Vorschriften zu Arbeitsschutz und Prävention sind: Arbeitsschutzgesetz. Arbeitssicherheitsgesetz.

Was tun wenn der Arbeitgeber droht?
Sind Sie länger als sechs Monate beschäftigt, fällt Ihr Arbeitsverhältnis unter den Kündigungsschutz. Bedeutet: Der Arbeitgeber braucht für eine Entlassung einen „wichtigen Grund“ und muss Kündigungsfristen einhalten. Arbeitnehmer wiederum können sich dagegen wehren und eine Kündigungsschutzklage einreichen.

Gefährdungsbeurteilung Mutterschutz
Der Arbeitgeber hat eine schwangere oder stillende Frau über die Gefährdungsbeurteilung und über die damit verbundenen für sie erforderlichen Schutzmaßnahmen zu informieren (§ 14 Abs. 3 MuSchG).